Die ersten Schritte: Was muß ich beachten, wenn ich mit der Imkerei beginne.

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2 Jahre 11 Monate her #7 von Jürgen Binder
In diesem Thread können Anfänger getrost Anfängerfragen stellen.

L'apicoltura è una professione nobile

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2 Jahre 11 Monate her #179 von Lothar
dann will ich mal den Anfang machen...

Seit letztem Herbst habe ich 2 Völker, die ich nun soweit gut über den Winter bekommen habe (Einfütterung, Ameisensäure und später Oxalsäure).

Nun mache ich mir natürlich Gedanken über die kommende Tracht und das nötige Vorgehen.

Gelernt habe ich: Wenn der Honigraum dazu kommt, dann soll man teils ausgebaute Waben, teils Mittelwände geben.
Und da liegt das Problem: Die ausgebauten Mittelwände gibt es beim Anfänger nicht. Steht nun zu befürchten, dass die Völker den HR überhaupt gar nicht erst annehmen, mithin entweder die Entwicklung gehemmt wird und der Brutraum verhonigt?
Gibt es Maßnahmen oder Tricks, mit denen ich die Akzeptanz von reinen Mittelwänden im HR erhöhen kann oder mache ich mir zu viele Gedanken?

Viele Grüße, Lothar

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2 Jahre 11 Monate her #182 von waldimker
Eine Möglichkeit wäre es, das Absperrgitter rauszulassen bis die Bienen diesen Raum akzeptiert haben und angefangen haben, darin zu bauen und einzulagern. Aber evtl. dann halt auch Brut. Wenn man dann das Absperrgitter wieder einsetzt (Königin nach unten!) kann man frühestens 3 Wochen später brutfreie Honigrähmchen ernten.
Vllt. sogar besser: Honigraumrähmchen mit Mittelwänden hinters Schied hängen. Sobald sie ausgebaut sind und anfänglich darin eingelagert wird, Honigraum drauf und diese Rähmchen als Wabenkern verwenden.
Hab ich beides noch nicht gemacht. Ich hab sie immer "durchgeprügelt" durchs ASG. Würd ich aber nicht mehr machen.
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2 Jahre 11 Monate her - 2 Jahre 11 Monate her #183 von Nikkiklaus
Hallo Waldimker,

wie "prügelst" du die Bienen durch das Absperrgitter? Kann ich mir gerade nicht vorstellen.


Hallo Lothar,

Honigwaben im Honigraum brauchst du, wenn deine früheste Frühtracht (z.B. die Weide) sehr stark und plötzlich honigt, und du zu diesm Zeitpunkt nicht genug jungen Baubienen im Volk hast, bzw. diese nicht hinterherkommen Waben auszuziehen. Das solltest du die nächsten Jahre an deinem Standort beobachten, ob dem so ist. Wenn dem so ist, kannst du dich bemühen die Völker entsprechend stark (und warm) zu halten, damit sie früh viele junge Baubienen erbrüten können.

Das du keine ausgebauten Honigwaben, ist dann dieses Jahr so - "in der Lage leben" sagte mein alter Spieß immer ;-)
Ich setzte bewusst nur Mittelwände auf - vom Aufbewahren von Waben jeglicher Art bin ich kein Freund. Der Kleine Beutenkäfer steht vor der Tür!

Die Annahme der Honigräume ist auch immer eine Frage des Zeitpunktes, wann man die Honigzargen aufsetzt. Und da "gibt es kein zu früh, sondern nur ein zu spät" - predigt zumindest der Guido Eich vom BI Celle immer ;-)

Ferner ist es eine Frage, wie eng die Bienen in der Brutzarge sitzen. Können die sich unten mit Bauen und Eintragen beschäftigen, gehen die natürlich nicht hoch - da kann man also auch was machen.

Da die Bienen mit der Weidenblüte sowohl Pollen als auch Nektar zur Verfügung haben, könnten Sie ab diesem Zeitpunkt bauen. Halte ich die Völker für stark genug, dann gebe ich zur Weidenblüte in der Regel meinen ersten Honigraum (ich imkere in Dadant). Die meisten Völker nehmen die dann auch recht zügig an, kleinere brauchen 1-2 Wochen länger. Solange die Honigkränze über dem Nest < 2-3 cm klein sind (bei Dadant habe ich zu diesem Zeitpunkt keine mehr), gehen die immer hoch.

Sind die Futterkränze größer, erzählen sich alte Imker bei uns im Verein, es helfe eine Wabe/Mittelwand in das Brutnest zu hängen, um den Honigkranz zu öffnen, und die Bienen nach oben zu führen. Ich denke das hilft, nur mag ich persönlich keine Waben in ein Nest hängen, sondern immer nur an den Rand! Ob das dann genausogut funktioniert weiß ich aber leider nicht.

Noch weniger mag ich allerdings Brutwaben im Honigraum, das a) finde ich unappetitlich, b) ist nicht DIB-konform, c) ist für den Bien ggf. aufwändiger sein dann geteiltes Nest zu wärmen und zu versorgen d) ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Imker beim Schleudern (vor allem beim Entdeckeln) e) ist schlechte imkerliche Praxis (da LEGO-Imkerei) - funktioniert aber auch.

LG

Arne


Letzte Änderung: 2 Jahre 11 Monate her von Nikkiklaus.
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2 Jahre 11 Monate her #190 von waldimker
mit "prügeln" mein ich genau das was Du beschrieben hast, Nikkiklaus. durchquetschen, zwingen wären Synonyme.

wenn Bienen und Tracht, dann Honigraum - könnte man etwas vereinfacht die Situation und deren Ausgang beschreiben.
ein hoher Boden kann dabei von Nachteil sein.

Was mich interessiert: Warum sind Brutwaben im Honigraum nicht DIB-konform?!
Nicht dass ich nicht Deiner Meinung wäre, das bin ich vollkommen und nicht eine meiner Dadant-Waben im HR waren jemals bebrütet. ICH schmeck den Unterschied, das reicht mir.
Ich frage weil: ALLE Imker um mich herum (im Schwarzwald) imkern OHNE Absperrgitter und die Alt-Waben werden erst ausgeschieden wenn echt schwarz und zwar NACH dem Ausschleudern. Die Brühen find ich eklig und ich bin froh, seit Jahren eigenen Honig zur Verfügung zu haben.

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2 Jahre 11 Monate her #191 von Nikkiklaus
Hallo Waldimker,

waldimker schrieb: Was mich interessiert: Warum sind Brutwaben im Honigraum nicht DIB-konform?!
.


Da muss ich Abbitte leisten, dass habe ich offenkundig bei der letzten Honigschulung falsch im Hinterkopf abgespeichert. Der DIB hat auch mit Honig aus bebrüteten Waben kein Problem. Sorry.
Die Vortragenden sind seinerzeit so auf den unbebrüteten Waben rumgeritten, dass ich annahm dies sei Teil der DIB-Qualitätsforderung.
Hab' ich flux mal nachgelesen, dem ist nicht so.

LG

Arne


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