Umstellung von Zander auf ZaDant

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2 Jahre 10 Monate her #612 von gerhard
Hallo!
Zuerst möchte ich mich beim Hr. Binder für den hervorragenden Vortrag "Gut Imkern im einräumigen, Angepassten Brutraum" letzten Freitag im Loryhof bedanken.

Ich werde heuer auch auf ein größeres Rähmchen umsteigen. Ich verwende derzeit die Einfachbeute nach Liebig. Ich habe sie mir jedoch als DuoBeute gebaut. 12 Rähmchen DNM im Warmbau (EHM auf Österreichisch) oder 10 Zander in Kaltbau. Ich möchte auch die vorhandenen Beuten (nach Umbauarbeiten) wiederverwenden.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich auf ZaDant oder DNM 1,5 im Brutraum umsteigen sollte.
Ich sehe im DNM 1,5 zwei Vorteile:
1. Im Warmbau ist es von hinten angenehmer zu arbeiten, da ich mich beim Rähmchenziehen nicht verdrehen muss.
2. Da man lt. Binder den Honigraum verdreht zum Brutraum aufsetzen soll / muss, könnte ich Zander flach im Kaltbau nehmen. Wenn ich ZaDant im Brutraum nehmen würde, müsste ich DNM flach im Warmbau als Honigraum nehmen. 12 Rähmchen DNM schleudern sich aber langsamer als 10 Rähmchen Zander.

Was würdet ihr Vorschlagen bzw. gibt es noch andere Vor- bzw. Nachteile?

LG

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2 Jahre 10 Monate her #615 von waldimker
Man kann die Honigraumrähmchen wie die meisten andern Imker auch längs zu den Rähmchen im Brutraum aufsetzen. Da würd ich mir keine Gedanken wegen machen.

Ansonsten würde ich sagen, Zadant kommt den Bienen aufgrund der größeren Wabenlänge mehr entgegen. Und die langen Ohren dem Imker.

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2 Jahre 10 Monate her #616 von gerhard
Hallo Waldimker!
Bis jetzt habe ich ja auch immer gleich aufgesetzt. Brutraum im Kaltbau - Honigraum auch im Kaltbau. Ich habe aber auch noch nicht mit dem Schied gearbeitet. Wahrscheinlich ist es eh egal, aber mir erscheint es schon logisch, bei angepasstem Brutraum den Honigraum verdreht aufzusetzen. Da ja dann der angepasste Brutraum über alle Rähmchen vom Honigraum geht.
Weshalb kommt eine größere Wabenlänge den Bienen mehr entgegen?
Lg.

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2 Jahre 10 Monate her #618 von waldimker
so schreiben Bretschko/Moosbeckhofer. Langstroth ist ja noch ein paar cm länger (so lang wie Dadant) und weltweit verbreitet.
Es geht darum, dass die Bienen winters an den Außenseiten noch leeren Wabenraum haben. Wenn diese Zellen leer sind, haben sie eine gewisse (ganz gute eigentlich) Isolationswirkung. Besonders wenn mit Bienen gefüllt natürlich.
Wenn die Bienen dagegen im Winter an die kalte, (hölzerne) Außenwand gedrängt werden, was bei DNM vermutlich schneller passiert, wohnen sie kälter.

Ich habe Schiede (auch in Zander 1,0), aber noch nie in 12-er Dadant gearbeitet. Weltweit ist der Einflussbereich Br. Adams mit Mitteleuropa vermutlich der einzige Ort der Welt, wo es die verdrehbare 12er-Kiste gibt. Andernorts sind 10er üblich. Ich hab 9er. Bei Bedarf kann der HR mal 180 Grad verdreht aufgesetzt werden, z.B. im Rahmen einer Schwarmkontrolle. Ist bei 10ern oder 9ern kaum noch nötig. Bei so einem Brutschrank von 12er mag das anders aussehen...
Wenn man diese Doppelschied-Weise anwendet, ist`s sowieso egal.

Die meisten Leute, die DNM haben und die ich persönlich kenne, versuchen (mittels Zander wg. den kompatiblen Kisten) davon wegzukommen. Ich kann das verstehen. Es wäre das letzte Maß, das auf meine Stände kommt, wenn alle andern verboten wurden...
Zander hat längere Ohren, das allein ist ja schon ein guter Grund - für Dich, nicht für die Bienen.

Es wurde hier im Forum schon über Warmbau und Schied gesprochen. Ich hab mit Warmbau keine Erfahrungen, aber es scheint da "Probleme" zu geben. Frag mal die norddeutschen Experten in Sachen DNM.

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2 Jahre 10 Monate her #621 von Nikkiklaus
Hallo Gerhard,

gerhard schrieb: Bis jetzt habe ich ja auch immer gleich aufgesetzt. Brutraum im Kaltbau - Honigraum auch im Kaltbau. Ich habe aber auch noch nicht mit dem Schied gearbeitet. Wahrscheinlich ist es eh egal, aber mir erscheint es schon logisch, bei angepasstem Brutraum den Honigraum verdreht aufzusetzen. Da ja dann der angepasste Brutraum über alle Rähmchen vom Honigraum geht.

wenn du mit Großwaben arbeitest, aber nicht den angepassten Brutraum nutzt (also Magazinimkerei betreibst), ist es in der Tag egal. Dadurch, dass du im angepassten Brutraum bei Großwaben aber nur rel. wenige Waben unter dem Honigraum hast, wird dieser bei gleicher Ausrichtung der Waben nur sehr zögerlich angenommen/angetragen bzw. belagert. Du musst dann entweder regelmäßig (händisch) die Honigräume um 180° drehen um das zu kompensieren, oder die Honigräume eben um 90° verdreht aufsetzten (eleganter), damit die Bienen den Honigwabengassen auch über den "Leerraum" hinaus folgen können.

gerhard schrieb: ....Weshalb kommt eine größere Wabenlänge den Bienen mehr entgegen.

a) siehe Waldimker
b) weil der Zehrweg im Winter länger ist/sein kann, da mehr Futter auf eine Wabe passt. Das ist aber eher eine Problemfrage beim direkten Vergleich DNM/Zander (bei Normalwaben). Bei DNM 1,5 wird das durch die Höhe kompensiert.

waldimker schrieb: Weltweit ist der Einflussbereich Br. Adams mit Mitteleuropa vermutlich der einzige Ort der Welt, wo es die verdrehbare 12er-Kiste gibt.....

jepp, sehe ich auch so.

waldimker schrieb: Die meisten Leute, die DNM haben und die ich persönlich kenne, versuchen (mittels Zander wg. den kompatiblen Kisten) davon wegzukommen. Ich kann das verstehen. Es wäre das letzte Maß, das auf meine Stände kommt, wenn alle andern verboten wurden...
Zander hat längere Ohren, das allein ist ja schon ein guter Grund - für Dich, nicht für die Bienen....

Hier in Norddeutschland ist DNM nach wie vor das Maß aller Dinge, Neuimker liebäugeln aber zunehmend mit anderen Maßen, vor allem Dadant oder DNM 1,5.
Meines Erachtens macht DNM (1,0) nur in der Segeberger Styroporbeute Sinn, da die fehlende Rähmchenlänge durch die gedämmte Beutenwand kompensiert wird.
Die langen Zanderohren sind in der Tat chic, bei DD handiere ich aber eher mit den dicken Oberträgern, da habe ich die langen Zanderohren (noch?) nicht vermisst.

LG

Arne


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2 Jahre 10 Monate her #623 von waldimker
Ich glaub, wenn man in einer Zadant-Kiste sagen wir 6 Brutwaben + 1 Drohnenrahmen (ich glaub 9 Zadant=8 Dadant) hat und ein Schied, dann hat man noch geschätzte 10 cm Trommelraum. (Und den könnte man mittels zwei Schieden noch halbieren) Ich glaub nicht, dass einem ordentlich entwickelten Volk das im Ausbau des Honigraums wirklich viel ausmacht. Die Waben über dem Brutnest werden gefüllt und dann rückt der Trupp nach Außen. Beim zweiten HR dürfte das Thema erledigt sein.
Und das Verdrehen könnte im Zuge der normalen Kontrollen geschehen, wenn man die HRe sowieso unten hat. Für mich war das bislang noch kein Thema von "extra Arbeit". Ich hab nix vermisst, dass ich nicht verdreht aufsetzen konnte (was ja vllt. wirklich ein bisschen "gut" ist).
Bei einer 10er oder 9er Großwabenkiste könnte man freilich auch ohne Schied imkern (evtl. NACH der Vorfrühlingsentwicklung MIT Schied). Auch das "hat was".

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