Brutscheune & Sammelbrutableger

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2 Jahre 5 Monate her #1103 von Almut Aalbek
Hallo zusammen,

immer wieder stoße ich auf die beiden Begriffe "Brutscheune" und "Sammelbrutableger", die zum Teil synonym verwendet werden. Ich vermute jedoch, dass dies keine Synonyme sind.
In meiner Ausgabe des "Lexikon der Bienenkunde" ( © 1987, Sonderausgabe 1995 Weltbild Verlag) existiert der Eintrag "Brutscheune" nicht - ist dies ein 'neuer' Imkerei-Fachbegriff?
Auf Wikipedia gibt es sogar für beide Begriffe keinen Eintrag.

Worin unterscheiden sich nun die beiden Konzepte?
(Stichworte u.a.: Funktion/Aufgabe/Ziel; mit/ohne Flugbienen; Fütterung; zweiter Bienenstand erforderlich?; weisellos/weiselrichtig; Nutzung der geschlüpften Bienen; Zeitpunkt der Varroabehandlung)

Bitte helft mir, diese 'Puzzle-Teile' richtig einzuordnen - herzlichen Dank schon mal!

LG Almut

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2 Jahre 5 Monate her - 2 Jahre 5 Monate her #1104 von Toroid13
Hallo Almut,

von mir erhälst du jetzt nur eine grobe Erklärung, weil ich nur den Sammelbrutableger nutze.
Einen Sammelbrutableger (Weisellos) setzt man in der Königinnenzucht als Pflegevolk ein, im Mai oder Juni. Die Waben dafür erhält man durch schröpfen von Völkern. Oder man löst schwache Völker auf und vereinigt sie. 9 Tage später bricht man alle Weiselzellen und hängt einen frisch belarvten Zuchtrahmen ein. Sammelbrutableger kann als Starter und Finisher verwendet werden. Später kann man mit den Waben und Bienen direkt Ableger/Begattungseinheiten erstellen.

Die Brutscheune wird im Juli im Rahmen der totalen Brutentnahme (TBE) gemacht. Wenn man die Brut nicht einschmelzen möchte, sammelt man die gesamte Brut und baut diese zur Brutscheune zusammen (oder zu mehreren). Sinn ist es die mit der Varroa belastete Brut auslaufen zu lassen und dann die Bienen in der Brutscheune zu behandeln. Die Völker aus denen die Brut entnommen wurde werden gleich nach der TBE behandelt. In der Brutscheune befindet sich durchgehend eine gekäfigte Königin (Weiselrichtig), die nach der Prozedur aussortiert/ersetzt wird (eine begattete Jungkönigin wäre zu schade, geht aber theoretisch auch). Ich habe dieses Verfahren bisher nicht angewendet und plane dies auch nicht zu tun.

Die Zeitpunkte der Varroabehandlung hängen auch von der Art der Behandlung ab. Bei den entstehenden Brutpausen bieten sich Oxalsäure oder Milchsäure an.

Grüße
Andreas
Letzte Änderung: 2 Jahre 5 Monate her von Toroid13.
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2 Jahre 5 Monate her #1105 von Almut Aalbek
Hallo Andreas,

danke für deine Hinweise.

Eine Rückfrage:
Die gekäfigte Königin in der Brutscheune - sitzt sie für die ca. 2 Wochen in einem Zusetzkäfig oder in einer Bannwabentasche (bleibt also in Eilage), deren zwei Waben dann zu Fangwaben werden?
LG Almut :-)

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2 Jahre 5 Monate her #1107 von Toroid13
Hallo Almut,

wie schon erwähnt nutze ich dieses Verfahren nicht. Zeitraum sind aber 3 Wochen. Vermutlich würde ich einen Scalvinikäfig nehmen (Königin bleibt in Eilage). Die anderen Methoden sollten auch funktionieren. Bleibt also deine Entscheidung. Bei der Bannwabentasche musst du am Ende die Fangwaben einschmelzen.

Grüße
Andreas
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2 Jahre 5 Monate her #1108 von waldimker
Nutzt ihr die Königin danach noch oder ist das ein Fall für den Absatz?

Ich mein, so ein winziges Käfiglein, selbst bei Eilage... ruckzuck sind die Zellen bestiftet und das wars dann mit Legen, nicht wahr?

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2 Jahre 5 Monate her #1109 von Almut Aalbek
Ich habe da auch Schwierigkeiten,
mir das mit dem Scalvinikäfig vorzustellen.

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