Einfüttern

Mehr
2 Jahre 7 Monate her #970 von Til
Einfüttern wurde erstellt von Til
Hallo zusammen,

ich habe, da ich letztes Jahr wohl zu reichlich gefüttert habe, noch jede Menge Futterwaben aus dem letzten Winter. Frage dazu: Kann ich diese im August einfach wieder einhängen anstatt die Bienen mit Flüssigfutter zu füttern? Oder wäre das kontraproduktiv. Und: Was kann ich mit den alten Futterwaben noch anfangen?
Danke und viele Grüße
Til

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Jahre 7 Monate her #977 von Toroid13
Toroid13 antwortete auf Einfüttern
Hallo Til,

mit Futterwaben fütter ich meine Ableger, da bleibt bei mir bis zum Herbst nichts über. Im März wusste ich noch nicht, was ich mit sovielen Futterwaben anstellen soll. Habe jetzt keine mehr, durch den Kälterückschlag im April wurde noch viel verbraucht.
Wenn trotzdem welche über wären, wüsste ich momentan nicht was gegen einen Einsatz sprechen würde, vorausgesetzt es handelt sich nicht um Melezitose Honig.
Vollständigkeitshalber: Waben (auch Futterwaben) aus eingegangenen Völkern schmelze ich ein.

Grüße
Andreas
Folgende Benutzer bedankten sich: Almut Aalbek

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Jahre 7 Monate her #979 von Nikkiklaus
Nikkiklaus antwortete auf Einfüttern
Hallo Til,

Futterwabenrecycling ist übliche Praxis, ist ja auch billig und erspart den Völkern das Wachs schwitzen zum Trachtschluss.
Wie Andreas schreibt würde ich nichts aus toten/gestorbenen Völkern wieder verwenden - du weißt ja nie ganz sicher, woran die Völker wirklich noch alles eingegangen sind (neben der Standardantwort "Varroa" natürlich).

Du solltest aber auch wissen, dass nahezu alle Bienenkrankheiten Brutkrankheiten sind und auch irgendwie am Futter/Wachs hängen. Die von der Varroa übertragenen Viren z.B. vermehren sich überproportional häufig in den Drüsen der Biene (das hat u.a. Fr. Genersch vom BI Hohenheim rausgefunden/bestätigt) gehen also auch ins Winterfutter über! Du drückst also den Virentiter über die Gabe von Futterwaben zum Trachtende wieder ein Stückchen höher.
Außerdem solltest du dir immer überlegen, wieviel Geld du da in Händen hast. Zucker ist sehr billig, und für ein paar Gramm davon würde ich die Waben eher einschmelzen - die Nachkriegsimker mögen das noch anders sehen, gute imkerliche Praxis geht heute aber anders. Eine Dadant-BR-Wabe enthält 3,5-4 kg Futter, das ist schon ein Wort, aber so muckelige Futterkränze kommen teilweise nichtmal auf ein Kilo!

LG

Arne


Folgende Benutzer bedankten sich: Almut Aalbek

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Jahre 7 Monate her #980 von waldimker
waldimker antwortete auf Einfüttern
Wir hatten hier mal das Thema "Reizfütterung" und ich kanns nicht finden... Vllt. kann mir auch jmd. auf die Sprünge helfen wie?

Auf jeden Fall wurde - ich glaube von Nikkiklaus - der Einwand gemacht, Zucker-Sirup im zeitigen Frühjahr wäre schlecht für die Futtersaftdrüsen der Arbeiterinnen usf. und würde insofern das Volk bremsen und schädigen.
Das kann ich nun gar nicht bestätigen. Ich hab praktisch alle gefüttert im zeitigen Frühjahr und die überwiegende Mehrzahl der Völker hat sich prächtig und rasant entwickelt. Die, dies nicht taten, hatten entweder eine Königin, die nicht mehr so arg gut war oder hatten im Vorjahr zuviel Varroa.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Jahre 7 Monate her - 2 Jahre 7 Monate her #981 von Nikkiklaus
Nikkiklaus antwortete auf Einfüttern
Hallo Waldimker,

hier werde sie geholfen ;-)

forum.armbruster-imkerschule.de/index.ph...rs-geeignet?start=12

Aber hast du meine Behauptung wirklich widerlegt?

Deine Völker sind, wenn ich mich recht erinnere, trocken gelaufen, da zu wenig Futter in der Kiste war bzw. zu hoher Futterverbrauch durch intensives Brutgeschäft, welches durch Wetter und Polleneintrag angekurbelt wurden, vorlag (also zunächst mal super Voraussetzungen jeden Mangel auszugleichen!). Futterwaben hattest du keine / kaum noch welche - du musstest also irgendwie Füttern, sonst wäre schnell Schluss gewesen mit der Brüterei. Und dank Biozertifizierung (und ggf. aus Kostengründen) hast du mit "Industriezucker in Bio-Qualität" (also Saccharose, die auf jeden fall noch invertiert werden muss um bioverfügbar zu sein) gefüttert / füttern müssen.

Daraus würde ich zunächst nur mal schließen, dass es deinen Bienen zumindest nicht in soweit geschadet hat, dass sie nicht mehr wachsen konnten! Stand aber auch nicht zu befürchten, oder? Dafür päppelt die Imkerschaft ihre Bienen lange genug mit Zucker - Freudental sei Dank.
Die Bienen waren aber eh auf dem "großen Sprung", der Massenwechsel war am Laufen. Zeit und Umstände waren optimal, auch z.B. um allen Krankheiten "davon" zu brüten. Auf die Winterbienen kam es in absehbarer Zeit nicht mehr an.

Mag sein, dass der Einfluss von Saccarose auf die Futtersaftdrüsen vernachlässigbar gering ist/war - das kann und will ich nicht ausschließen. Mag auch sein, dass der Effekt da war, aber in dieser Situation von den Völkern kompensiert werden konnte (Bienen sind Meister im Kompensieren, sie Ertragen uns Menschen schon seit Jahrtausenden). Mag aber auch sein, dass du mangels Vergleichsmöglichkeit keine Unterschiede gesehen hast (ohne dir etwas unterstellen zu wollen, bitte nicht missverstehen). Unterschiede bei Völkern sieht wohl jeder von uns, aber gute Erklärungen dafür zu finden ist meist schwer.

Und wirklich interessant wird dieser Effekt wohl auch eher im Herbst, wenn die Winterbienen von Varroa-geschwächten und durch Zucker-invertieren vorbelasteten Sommerbienen erbrütet werden sollen. An der Auswinterungsstärke mag man es dann erkennen - oder auch nicht. Denn im Zweifel war es ja immer die Varroa, wenn es ein Volk nicht schafft. An uns Imkern kann es ja nicht gelegen haben, oder?

LG

Arne

P.S. Bio-Futtersirup gibt es / gäbe es hier: bienenzuchtbedarf-geller.de/shop/biozucker-biofutter


Letzte Änderung: 2 Jahre 7 Monate her von Nikkiklaus.
Folgende Benutzer bedankten sich: Muehlendrohn, Almut Aalbek

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 1.855 Sekunden
Powered by Kunena Forum