Verhonigter Brutraum

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2 Jahre 8 Monate her #887 von GdlVNGiRW
Verhonigter Brutraum wurde erstellt von GdlVNGiRW
Hallo liebes Forum,

nach der heutigen Durchschau unserer Völker (alle auf Dadant) die im Raps stehen haben wir bei allen der 4 Völker festgestellt das der Brutraum sehr stark mit Honig "verstopft" ist. Jeweils zwei der Völker haben Königinnen der gleichen Linien. Insgesamt also zwei Linien. Wobei die Verhonigung bei beiden Linien sagen wir mal gleich stark ist.

Die zwei stärkeren Völker sitzen auf 8 Waben im BR, mit zwei Honigräumen (6 Waben Brut). Der untere Honigraum ist knapp zur Hälfte gefüllt. Der zweite Honigraum ist zwar mit Bienen besetzt allerdings nur 4-6 Waben und kaum Nektareintrag.

Die zwei schwächeren Völker sitzen auf 5 Waben im BR, mit einem Honigraum (4 Waben Brut). Hier sind 4-6 Waben besetzt und der Honigeintrag besteht nur auf 2-4 Waben. Entspricht also ungefähr dem zweiten Honigraum der starken Völker.

Die Honigräume haben wir vor 3 Wochen über Absperrgitter aufgesetzt als die Damen ihren Standort im Raps bezogen. Alle mit ausgebauten Waben, abgesehen von den jeweiligen Randwaben die Mittelwände oder teil ausgebaute Waben sind. Honigräume sind 90 Grad versetzt zu den Brutwaben.
Testweise haben wir die starken Völker mit einem dritten Honigraum (der eigentlich für die beiden Schwächeren vorgesehen war) ausgestattet.

Nun zu den Fragen:
- Haben wir die Honigräume zu spät aufgesetzt?
- Wie bekommen wir den Honig aus dem Brutraum?
- Kann die Kaltwetterphase der letzen zwei Wochen dafür verantwortlich sein das die Damen den Honigraum nicht so gut angenommen haben?
- Ist es eventuell sinnvoll einen Honigraum unter den Brutraum als "Zwischenlager" zu setzen?

Danke und Gruß

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2 Jahre 8 Monate her #888 von Jürgen Binder
Das ist gar nicht so einfach zu beanworten, trotz der genauen Beschreibung. Meine Bruträume sind nämlich überhaupt nicht verhonigt, im Gegenteil.
Es gibt grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, die dazu geführt haben könnten.
1. Königinnen Carnica. Diese lagern den eingetragenen Honig brutnah ein.
2. Sehr starker Nektareintrag an den warmen Märztagen. Da hätte man dann in der Tag aufsetzen müssen.
3. Schwache Königinnen , egal welche Rasse.
Ich würde jetzt einfach nichts machen. Der Honig wird im Brutraum verbrütet und wenn in drei bis vier Tagen das Wetter passt wird Honig im HR eingelagert. Eventuell die Königinnen austauschen.
Jürgen Binder

L'apicoltura è una professione nobile

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2 Jahre 8 Monate her - 2 Jahre 8 Monate her #890 von GdlVNGiRW

Jürgen Binder schrieb: 1. Königinnen Carnica. Diese lagern den eingetragenen Honig brutnah ein.

Bei einer der Linien handelt es sich um eine Buckfast Abstammung (Stand begatted). Umso größer war unsere Verwunderung. Die andere ist eine Graf Reinet (Afrika Ursprung). Da bei beiden Linien sich allerdings ein ähnliches Bild zeichnet würde ich jetzt die Abstammung eher nicht so stark ins Bild rücken. Oder der Carnica Einschlag ist doch zu groß...

Jürgen Binder schrieb: 2. Sehr starker Nektareintrag an den warmen Märztagen. Da hätte man dann in der Tag aufsetzen müssen.

Da waren wir dann zu spät :( Wobei sich mir noch die Frage stellt warum der zweite Honigraum kaum gefüllt ist. Platz war genug. Das heißt zu wenig Bienen um den Platz auch zu nutzen?

Jürgen Binder schrieb: 3. Schwache Königinnen , egal welche Rasse.

Die Graf Reinet ist schlecht aus dem Winter gekommen. Dank engem Schieden sind wir jetzt doch recht zufrieden. Wird auf jedem Fall im weitern Jahresverlauf im Auge behalten.

Jürgen Binder schrieb: Ich würde jetzt einfach nichts machen. Der Honig wird im Brutraum verbrütet und wenn in drei bis vier Tagen das Wetter passt wird Honig im HR eingelagert. Eventuell die Königinnen austauschen.
Jürgen Binder

Dann halten wir mal die Füße still. Ansonsten gibts dies Jahr Wabenhonig :)
Letzte Änderung: 2 Jahre 8 Monate her von GdlVNGiRW.

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2 Jahre 8 Monate her #892 von waldimker
Bei einigen wenigen Völkern beobachte ich ein "Verhonigen" des Brutnestes (in der Rapstracht!) ebenfalls. Dabei handelt es sich nach meinem Dafürhalten um
a) schwächelnde Königinnen (manche sind dann einfach nicht mehr da irgendwann)
b) Königinnen, die aufgrund ein- oder mehrfach ausgebrochener Schwarmzellen "keinen Bock mehr haben" (das ist vermenschlicht, ich weiß) und so den Brutumfang reduzieren. Ich sehe das Ausbrechen von Schwarmzellen zur Schwarmverhinderung immer mehr mit andern Augen. Bei einem Volk hab ich schon 3x Zellen gebrochen und 3 Waben Brut mit Bienen geschröpft. Freilich werden die Honigmengen dennoch mehr. (also das ist NICHT so ein Kandidat). Eine von diesen "Kanditaten"-Damen hab ich aus versehen in den Ableger gebracht und die sind mir aus dem Ableger geschwärmt! Und das Restvolk, das ohne verdeckelte Brut (und Königin) belassen wurde, hat noch einen Nachschwarm ausgesendet (einen mikrigen). Also irgendwie ein anderes Programm als was der Imker wünscht (Selektion?).
c) generell schwach entwickelte Völker. Das dürfte je nach Standort diesjahr öfters passieren. Unsere haben sich GottseiDank trotz der kühlen und wechselhaften Witterung sehr zufriedenstellend entwickelt. Ich denk mal, eine gute Ausnutzung der Weidentracht ist ziemlich ausschlaggebend.

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2 Jahre 8 Monate her #894 von GdlVNGiRW
Bei uns treffen zwei der drei von dir gennanten Punkte zu :)

Die beiden schwächeren sind schlecht aus dem Winter gekommen, da noch zu viel Futter auf den Waben war und wenig Platz.

Bei den stärkeren mußten wir jede Menge Zellen brechen. Grund dafür war von uns belassene Pollenbretter da da auch noch viel Brut drauf war. Bei einem der Völker gehen wir auch davon aus das die Königin weg ist. Bei dem anderen haben wir sie gesehen und da ist das Verhonigen auch nicht so extrem.

Punkt C schließe ich für uns aus da es bei sowohl den schwachen und den starken Völkern auftritt. Die starken hätten wir allerdings enger schieden müßen. 8 Waben sind halt zu viel. Die goldene Mitte haben wir wohl verfehlt.

Da wir heute noch zwei Völker eines anderen Imkers an den gleichen Standort verbracht haben, habe ich nochmal kurz reingeläuert. Die gestern gegebenen Mittelwände (ja ich weiß :)) sind fast vollständig ausgebaut worden. Die Verhonigung ist subjektiv zurückgegangen, der HR wesentlich stärker besetzt. Hoffe das der Drohenrahmen bei den starken Völkern einen ähnlichen Effekt hat.

Ich laß mich überraschen was in zwei Wochen im Honigraum drin ist. Da sollte der Raps durch sein. Auf jeden Fall was gelernt. Nächst Jahr machen wirs anders

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2 Jahre 8 Monate her #895 von waldimker
Hallo,
wenn die Kö weg ist, verhonigt das Brutnest selbstverständlich. Erst wenn die junge dann in Eiablage geht, wird der Honig nach und nach nach oben gebracht.
Ob Du 8 oder 6 Waben gibst, ändert an der Größe des Brutnestes nichts. Wenns verhonigt, werden die Zellen nicht für Brut gebraucht. Aus besagten Gründen.
Auch fluktuiert die Brutnestgröße je nach Wetter, Tracht, Biorhythmus der Königin....
Und Du glaubst doch nicht, dass die freien Zellen frei bleiben, wenn von draußen was reinkommt?
Man lernt da jedes Jahr was dazu... ;-)
viele Grüße,
vom waldimker
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