Hallo aus dem Land Brandenburg

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3 Jahre 5 Monate her #476 von waldimker
Hallo Muehlendrohn,

Spättracht. Ja das ist so ein Kapitel.
Ein möglich gangbarer Weg wäre:
Völker frei entwickeln lassen in den Schwarmtrieb hinein.
Verdeckelte Brut entfernen, am gleichen Stand in eine gesonderte Beute. Die Waben mit Schwarmzellen können kurz vor dem Schlupf auch in Ableger aufgeteilt werden.
Evtl. falls nötig die restlichen Brutwaben nach Verdeckelung entnehmen und ggf. entsorgen.
Das Restvolk (ein paar Rähmchen wirst Du ihm gegeben haben) sammelt erst mal ganz gut weiter, wenn`s ein Brummer war. Dann kommt ein Knick. Bis zur Spättracht ist es dann i.d.R. wieder auf dem Damm. Nur eben auch wesentlich Varroa-ärmer.

Ich habs ncoh nicht gemacht, aber so oder so ähnlich schrieb glaub ich auch Jürgen Binder. Und so in der Art hab ichs diesjahr auch vor. Alle schwarmtriebigen Völker werden so geteilt.

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3 Jahre 5 Monate her - 3 Jahre 5 Monate her #487 von Nikkiklaus
Hallo Stephan,

Muehlendrohn schrieb: ...Ich habe mir 2016 eine dunkle Königin geleistet leider hat sie keine Chance gegen meine Landbienen, die auch alle sehr Buckfast sind....

magst du mir/uns verraten, von wem du die Königin hast, bzw. auf welcher Belegstelle die Dame war?

Muehlendrohn schrieb: ...Meine anderen Völker räubern die nach kurzer Anwesenheit aus, sogar jetzt wieder schon im März....

Das ist interessant. Was meinst du woran das liegt?

LG

Arne

@ Christian: magst auch du etwas über deine Ideen/Motivationen zum Thema Dunkle-Bienen-Stand mitteilen? Ich kultiviere da bisher nur meine Vorurteile und würde gern etwas mehr aus erster Hand über andere Ideen und Erfahrungen (Danke Stephan) hören.


Letzte Änderung: 3 Jahre 5 Monate her von Nikkiklaus.

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3 Jahre 5 Monate her #488 von Nikkiklaus

waldimker schrieb: Ein möglich gangbarer Weg wäre:
Völker frei entwickeln lassen in den Schwarmtrieb hinein.
Verdeckelte Brut entfernen, am gleichen Stand in eine gesonderte Beute. Die Waben mit Schwarmzellen können kurz vor dem Schlupf auch in Ableger aufgeteilt werden.
Evtl. falls nötig die restlichen Brutwaben nach Verdeckelung entnehmen und ggf. entsorgen.
Das Restvolk (ein paar Rähmchen wirst Du ihm gegeben haben) sammelt erst mal ganz gut weiter, wenn`s ein Brummer war. Dann kommt ein Knick. Bis zur Spättracht ist es dann i.d.R. wieder auf dem Damm. Nur eben auch wesentlich Varroa-ärmer.

Das ist im Prinzip die alte Heideimkerei. Die alten Heidjer sind allerdings nur mit 0-jährigen Königinnen in die Heide gewandert - da diese länger brüten!

Wenn du im Mai einem Volk die Brut entnimmst, und nach neun Tagen mit deinem Eistreifen kommst und die Weiselzellen brechen willst (kann ich aufgrund der überragenden körperlichen Konstitution solcher Königinnen nur empfehlen), vergiss die erste Honigzarge nicht! Aber: nicht allen Bienen reicht diese Brutpause, um bis zum Ende der Spättracht ohne Varroabehandlung durchzuhalten! Im Zweifel reduzieren sich nämlich die Varroen nicht während der Brutpause, sie überdauern diese nur. Du gewinnst also keine "Extra-Zeit", sondern "verschiebst" den Zeitpunkt zur Behandlung um diese ca. 4-5 Wochen der Brutfreiheit (9+16+5+5 Tage) aus dem Mai nur hinter die Sommertracht. Dann kann es aber auch mal eng werden! Ist aber eine sehr charmante Betriebsweise, da minimal invasiv. Da stimmt der "kg-Honig-pro-Stunde-Arbeit-Faktor".

Wenn du alternativ den Brutkörper im Mai entnimmst und in zwei gleiche Teile teilst, hast du zwei immer noch starke Völker (ca. 20.000 Bienen), die zwar keinen Honig (für dich) aus der Sommertracht holen könnten, eine Spättracht wäre wieder drin (wenn du rückvereinigst). Denn: du könntest nach dem Auslaufen der Brut und ersten Stiften der junge Kö gegen die Varroa behandeln (2x MS oder 1x von diesem neuen OX 5,7%), und dann am kommenden Tag alle Waben rausschmeißen und gegen Mittelwänder tauschen. Du hättest dann zwar gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen, aber du hättest zwei 0-jährige Kö's mit je 20.000 Begleitbienen auf jungfräulichem Wachs und äußerst wenigen Varroen.
Alternativ hättest du zwei schnuckelige Jungvölker, die du alternativ auch mit Naturbau beschäftigen könntest bis zur Einwinterung - Motivation und Vermögen wären jedenfalls da!

Ich habe aber gelernt: Waldtracht ist ggf. anders!
Danke Waldimker

LG

Arne


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3 Jahre 5 Monate her #489 von Muehlendrohn
Hallo Arne,

ich glaube das Volk der Dunklen ist einfach zu klein und während die anderen Völker bereits starten und auf die Suche nach Pollen und Nektar sind trauen sich die Dunklen noch nicht denn es könnte ja noch mal kalt werden.
Für Frühtracht gibt es bessere Bienen.

Es ist eine dunkles Kö aus Värmdö/Schweden.
Die Bienen selbst sind sehr vital und bewegen sich auch irgendwie schneller wie die Anderen.
Friedlich sind sie auch und ich habe den Eindruck das sie teilweise andere Trachten anfliegen.

Beste Grüße Stephan

Irgendwas ist immer!

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3 Jahre 5 Monate her - 3 Jahre 5 Monate her #491 von waldimker
Hallo Arne,

aus der Brutpause des Brutlings ist freilich keine Garantie erwachsen, dass das Teilvolk nicht zu früh zu viel Varroen hat. Eigentlich ja fast das Gegenteil...
Ich spielte mehr auf die Fluglinge an. Da hätt ich die Alte drin gelassen. Aber eine 0-jährige hat auch ihren Scharm. Ich würd dann eine Schwarmzelle nehmen. Die ist sicher noch besser als aus dem Eistreifen.
Im Moment tendier ich dazu, aus der Brut Ableger zu machen. Ich kenne aber einen Kollegen, der diese "halben" Völker durchaus zur Honiggewinnung nutzt. Wenn er will, kann er diese im Juli dann noch teilen. Kommt aber auf Trachten und Klima an.

Ich bin recht überzeugt, dass man die Fluglinge - insbesondere wenn Schwarmanstalten vorhanden waren - ebenfalls sehr gut zur Erzeugung von Naturbau einsetzen kann. Ich werds vermutlich tun.

Wg. Waldtracht: Wenn ich da eine gute Lösung hätte.... Ich eier da immer noch mit rum. Und was im einen Jahr prima funktioniert.....
Zudem: Diese Trachten fallen auch gern mal aus! Tanne z.b., die wirkliche Wald-Spättracht (Fichte ist Ende Mai bis Anfang Juli), kommt im Schnitt alle 7 Jahre daher! Wenn man dann 6 Jahre lang Spättrachtvölker fürn A...umsonst halt... generiert hat, ....
Letzte Änderung: 3 Jahre 5 Monate her von waldimker.

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3 Jahre 5 Monate her #497 von Nikkiklaus
Hallo Waldimker,

waldimker schrieb: ...Ich spielte mehr auf die Fluglinge an. Da hätt ich die Alte drin gelassen....

Ja, ich auch, dass passt prima. Never change a running system.

waldimker schrieb: ... Aber eine 0-jährige hat auch ihren Scharm. Ich würd dann eine Schwarmzelle nehmen. Die ist sicher noch besser als aus dem Eistreifen....

Mein Popometer würde der Schwarmzelle auch den Vorzug geben, allerdings hat man nicht immer eine aus einem nachzuchtwürdigen Volk zur Hand, wenn man sie denn braucht. Und da ist der Einstreifen für Otto-Normal-Imker eine prima Alternative.

Schwarmzelle und Flugling passt aber nicht zusammen. Da ist kein einigendes/zusammenhaltendes Element, dass diese "Lose-Bienen-Sammlung" motiviert und ihm Richtung und Sinn gibt.

waldimker schrieb: ...Ich bin recht überzeugt, dass man die Fluglinge - insbesondere wenn Schwarmanstalten vorhanden waren - ebenfalls sehr gut zur Erzeugung von Naturbau einsetzen kann. Ich werds vermutlich tun.....

Ja, absolut, nur setzt der Geschlechtstrieb bei solchen Fluglingen bzw. Natur-Vorschwärmen schneller ein, dann gibt es früher und ggf. mehr Drohnenbau. Bei 0-jährigen dauert das länger, da bekommt man (wenn enger und warm gehalten) mehr voll ausgebaute Naturbauwaben mit Arbeiterinnenbrut und wenigen/keinen Drohnenecken. Das finde ich durchaus charmant.

LG

Arne


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