Vorstellung unserer Imkerei und vom Imker

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3 Jahre 6 Tage her #99 von waldimker
Liebe Kollegen,
"waldimker" hab ich mich damals im einfachimkern-Forum genannt, weil ich tatsächlich zu der Zeit ein reiner Waldimker war. Mitten im Schwarzwald beheimatet und mit Standimkerei. Durch wechselnde Lebensgeschicke nun halbjährig auch "Weinbauklima-Imker", seh ich mittlerweile die zwei Seiten der Medaille immer genauer.
Als ich 2010 - glaub ich wars - mit dem Imkern begann tat ich dies auf Anraten eines Freundes mit Liebig-Zander-Beuten und dem Liebig-Buch unterm Arm. Hach! Ich fühlte mich sogar meinen "alten" Kollegen gegenüber ein wenig erhaben. Aber kurzer Rede langer Sinn: Diese "Betriebsweise" (und dazu gehört eigentlich ein bisserl mehr als nur das was in Büchern stehen kann) führte in unserer Klima- und Trachtlage nicht zum Erfolg (ich setzte WIRKLICH den Honigraum (dritte Zarge!) auf zur Kirschblüte...ich könnt mich kringeln im nachhinein). Da ich etwas recherchiermüde war, las ich aber auch eine ganze zeitlang nix anderes. Aber ich machte Erfahrungen. So hatte ich mals im Juli oder August richtig starke Völker, z.T. 5 Zargen aufeinander, andere mit 4. (In günstigen Jahren funktioniert auch im Schwarzwald alles...) Als ich dann zur Ernte schritt bemerkte ich: die mit 4 Zargen hatten die oberen drei Zargen mit Honig gefüllt. Das Absperrgitter war umsonst drin. Brut war nur unten. Das Volk mit den 5 Zargen hatte ebenfalls 3 Zargen voll Honig, 1 Zarge Brut (also natürlich nicht ganz voll...) und die unterste Zarge war einfach ... unbenutzt.
Im kommenden Jahr hielt ich kleiner geratene Völker dann auf einer Brutzarge und ab Anfang Juli kam das ASG sowieso über die unterste Zarge. und fing gleichzeitig auch an, im Internet nach informationen zu suchen. Schließlich gefiel mir die Idee der Dadantbeute mit dem größeren Wabenmaß und dem einen Brutraum. Denn zwei Bruträume - etwas unpraktischeres kann ich mir kaum vorstellen. 10er Dadant baute ich mir ein paar - denn die passen so halbwegs auf die Zanderkästen resp. umgekehrt natürlich.
Über einige Umwege konstruierte ich mir eine 9-rahmige Dadantbeute, je 4 auf einer Lärchenholzpalette im Euro-Maß, eine außen liegende Verrutschsicherung an den Beuten, so dass auch ungegurtet nix auseinanderfällt. (übrigens eine viel einfachere Bauweise als die "Einfach-"Beute!) Das ganze mit einem Blechdach abgedeckt. Die Beuten harren der Zukunft, die einen geländegängigen Stapler bringen soll...
Wir starten in diese Saison mit ca. 50 Völkern.
Und ich wünsche allen Kollegen volle Honigtöpfe und gesunde Bienen!
es grüßt
der waldimker
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