Bioimkerei. Ein politisches Statement für eine Ökologisierung der Landwirtschaft

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3 Jahre 3 Wochen her #880 von Toroid13
Hallo waldimker,
jeder muss zusehen wie er sein Geld verdient. Deinen Weg halte ich für legitim. Wirklich niedere Absichten treten an ganz anderen Stellen der Gesellschaft auf, aber da will ich hier nicht mit anfangen. Die Bio Standards stehen auf Papier und wer sich daran hält, darf sich Bio nennen. Abgaben für die Zertifikate bzw. Verbände gibts es dann auch noch.

Den deutschen Honig-Bedarf könnte man garantiert mit deutschen Honig decken, sofern sich dies für Berufsimker auch rechnet. Qualität hat ihren Preis. Gäbe es auch mehr Berufsimker. In unserer Gesellschaft zählt meist aber nurnoch billig. Und da der meiste Honig nicht aufs Brot kommt sondern in Produkten verarbeitet ist, wird sich das nicht ändern.
Die kleinen Verpackungseinheiten gibt es überall und werden von immer mehr Imkern übernommen. Im Supermarkt gab es das 250g neutral Glas deutschen Honig für 4,49€, nichts mit Bio oder DIB und es hat sich verkauft. Raps und Mischhonige standen zur Auswahl. Die DIB Gläser vom Imker für 6€ blieben stehen. Wichtig unter 5€ pro Glas.

Von Absatzproblemen bei Bio-Honig habe ich auch noch nichts gehört. Wir exportieren übrigens auch Honig in Länder von denen wir welchen importieren. Muss ja irgendeinen Grund dafür geben, der niedrige Preis wird es nicht sein, sondern wohl eher Qualität und Geschmack. Das Verbot von Antibiotika spielt bestimmt auch eine Rolle.

Grüße Andreas
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3 Jahre 3 Wochen her #881 von waldimker
Ich denke auch, dass es bestimmte Sortenhonige sind, die in den Export gelangen. Ein Glas von mir hat es mal nach Marokko geschafft....

Die Verarbeiter sind wohl in der Tat scharf auf deutschen Honig. Bei Demeter hab ich gehört, der Honig deckt in keinstem Fall den Bedarf (übrigens auch nicht den der BioLäden). Die Demeter-Verarbeiter müssen auf Bioland-Qualität ausweichen. Oder dann EU-bio...
(übrigens könnte es sein, das EU-bio auch Kunststoff-Kästen usf. zulässt. Ich hab nur die beiden Verbände im Kopf)
Diesjahr wirds dann wohl besonders krass ausfallen. Nord und Süd scheinen nicht viel Frühtracht zusammenzubringen. Bei uns wären noch 10 Tage Rapsblüte, aber es soll sehr wechselhaft werden mit viel Regen. Dabei aber nicht kalt... Die Hoffnung stirbt zuletzt.

DIB... da gibt es nur einen Standard: <18% Wassergehalt. Sonst ist alles, ALLES erlaubt.

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2 Jahre 10 Monate her #1048 von schniietz
Ich habe die vielen Seiten nur überflogen, sehe aber, dass die meisten "konventionellen" Imker gar nicht wissen was Bio so ausmacht. Sicher imkern die meisten Imker ziemlich nah an Bio. Und es ist erschreckend, dass es keinen Platz in unserem Deutschland gibt, wo die Bienen nur unverseuchten Nektar finden. Das ist aber meiner Meinung nach nicht alles, es ist auch die nachhaltige ökologische, bewusste Lebenshaltung jedes einzelnen. Die ja im eigenen Kühlschrank anfängt. Der Einsatz für die Insekten (in den letzten 10 Jahren um 80 % abgenommen), das Tierwohl (60% weniger Vögel in den letzten 10 Jahren. 50% weniger Tiere in den letzten 50 Jahren), gegen diese großen Monokulturen (Sondermüllwüsten), Demos gegen Spritzmittel.... Die Zuckerrübe (aus der der Kristallzucker gemacht wird) wird 6 !! Mal gespritzt.
Ich habe mal ein paar Texte für meine Interessierten gemacht, die sagen: fliegen die Bienen nicht wohin sie wollen? Wens interessiert hier die Zeilen:

Was soll denn daran Bio sein - man kann der Biene doch nicht
vorschreiben wohin sie fliegen soll?!
DOCH DAS KÖNNEN WIR!
Jedenfalls zu einem großen Teil: Bienen sammeln nämlich
schwerpunktmäßig in einem Radius von mehreren hundert Metern
um ihren Bienenstock.
Wir Bioland Imker stellen unsere Völker nicht an konventionell
bewirtschaftete Flächen, wie Obstplantagen oder Rapsfelder.
Im Bienenwachs lagern sich Umweltgifte (Pestizide etc.) ab. In der
konventionellen Imkerei wird das Wachs zum Teil Jahrzehnte lang
immer und immer wieder verwendet. In der Bioland Imkerei benutzen
wir dagegen für den Wabenbau nur Wachs, das von Bienen neu
erzeugt wurde (Jungvernwachs genannt). So sorgen wir dafür, dass
keine Rückstände aus vergangenen Jahrzehnten in den Honig gelangen
und die Bienen in unbelasteten Waben herranwachsen.
Um Ihnen diese Reinheit zu garantieren, werden Wachs und Honig
jedes Jahr von einer unabhängigen Kontrollstelle (ABCERT) untersucht.
Ein weiteres Merkmal unserer Betriebsweise ist das Futter für die
Überwinterung. Wir lassen die Bienen auf einem Großteil ihres
eigenen Honigs überwintern und rauben ihnen nur einen Teil ihres
Wintervorrates. Den Rest füttern wir mit Bio- Zucker auf.
Rückseite:

Viele Menschen (auch Imker Menschen) denken, Imkerei sei an und für sich
schon Bio. Dem ist aber leider nicht so.
Wenn zum Beispiel...
Bienen in aus Erdöl hergestellten Kunststoffkisten leben können,
(Bioland in Holz, Lehm oder Stroh)
Bienenkrankheiten mit chemischen Mitteln behandelt werden dürfen,
welche zu Rückständen im Wachs führen können,
(Bioland nur mit organischen Säuren)
Bienen mit Glukosesirup gefüttert werden dürfen, welcher unter
Verwendung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) hergestellt
werden kann,
Bienen mit Futter, aus mit Pestiziden gespritzten Pflanzen, gefüttert
werden dürfen,
(Bioland nur Biozucker)
Felder mit Bienen angewandert werden dürfen, in denen Pestizide in
die Blüte gespritzt werden dürfen,
(Bioland mindestens 1 km entfernt)
Bienenwachs verwendet werden darf, in einem geschlossenen System,
das über Jahrzehnte Kontaminationen anreichern kann,
(Bioland nur Jungfernwachs)
die Bienenbehausungen mit mit Pestiziden angereicherten Farben
gestrichen werden dürfen,
(Bioland nur Biofarben)
der Königin ein Flügel abgeschnitten werden darf,
(nicht mit der Bioland Ethik zu vereinbahren)
konventionelle Imker werden nicht kontrolliert,
(Bioland durch ABCERT jährich Wachs und Honig)
...dann hat das unserer Meinung nach nichts mit nachhaltigem,
ökologischen Handeln oder Bio zu tun.
Wir freuen uns über jeden Imker, egal ob konventionell oder Bio.
Wir haben ja selbst auch einmal als konventionelle Imker angefangen.
Wir Imker können nicht von den Landwirten fordern, dass sie für
die Bienen weniger spritzen und mehr blühende Pflanzen zulassen,
wenn wir Imker selbst alles beim Alten belassen.

Herzliche Grüße Karsten
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2 Jahre 10 Monate her #1052 von Nikkiklaus
Hallo Karsten,

starke Worte findest du da.
Aber meinst du, dass es der Sache nützt gegen "konventionelle" Imker zu wettern? Die mögen von Fall zu Fall in der Tat wenig von "Bioimkerei" wissen - dafür wissen Sie ggf. um so mehr über Bienen! Der Biene nutzt es aber wohl eher, wenn alle Imker sich zusammen tun, und sich nicht noch untereinander verstreiten.
Und meinst du wirklich, dass z.B. meine Bienen so unermesslich Leiden, weil ich die bessere Isolationswirkung von Stypropor der von Holzfasern in meiner Deckeldämmung vorziehe? Solche "Kleinigkeiten" entscheiden nämlich über eine Zertifizierung, weniger die "richtige" Betriebsweise (die bis heute nicht mal im Ansatz definiert ist)
Bei uns hier in Norddeutschland sind die Segeberger Beuten zu vielleicht 90% die vorherrschende Beute. Ich mag diese Beute nicht, ich erkenne aber an, dass die Bienen darin ganz wunderbar leben und überleben können. Ganz prima Völker sehe ich da immer wieder - Jahr für Jahr, trotz Styroporbeute, trotz Industriezucker (aus der Region), trotz schwarmverhindernden Maßnahmen etc.

Zurück zum Thema "Bio". Bio ist zunächst mal kein einheitlich definierter Begriff. Die meisten Menschen verbinden damit ihre Vorstellung von "heile Welt" - ohne das konkret weiterzudenken. EU oder die div. Bioverbände haben da durchaus abweichende Definitionen. Um in Imkerbegriffen zu bleiben: EU-bio ist schon ganz was anderes als Demeter-bio. Und auch das wäre vielen Mellifera-Bienenkistlern zu kommerziell!

Oder das andere Extrem: Im Grunde genommen sind Atomkraftwerke auch "bio" - ist doch die Kernspaltung (neben der Kernfusion) die Hauptreaktion auf unserem Zentralgestirn (der Sonne), ohne die es auf der Erde keine Leben gäbe...

Und vor lauter "bio" bleibt für mein Verständnis erstaunlich oft die gesamtökologische Betrachtung bös' auf der Strecke. Der Bedarf an "Biozucker" kann m.W. aus deutscher Produktion nicht gedeckt werden, er muss also energieaufwändig importiert werden. Das ist nicht wirklich ökologisch!
Und noch ein Satz zum Thema Spritzen: Auch die ökologisch/biologisch ausgerichtete Landwirtschaft spritzt - meist Kupfer-verbindungen, deren gesamtökologische Wirkung noch garnicht voll erfasst ist - aber durchaus kritisch betrachtet werden sollte! Und der rel. ungehemmte Spritzmitteleinsatz der letzten Jahrzehnte hängt ja im Wesentlichen mit der überaus erfolgreichen Lobbyarbeit einschlägiger Konzerne in Brüssel zusammen - oder im Umkehrschluss mit einer fehlenden Kontrolle der umgesetzten Beschlüsse der EU-Parlamentarier durch uns oder die von uns für die Umsetzung unserer Interessen gewählten politischen Vertreter. Die hatten nämlich nur CO2 und das Weltklima im Kopf, die Lebensbedingungen von Mensch und Kreatur vor Ort waren bzw. sind weitgehend egal.

LG

Arne


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2 Jahre 10 Monate her #1053 von schniietz
Hallo Arne,
also ich wollte eigentlich nicht gegen die konventionellen Imker wettern. Heute Morgen im Bett ist mir beim aus dem Fenster schauen aufgefallen, dass ich zwar Bienen fliegen sehe (einzelne auf dem Weg zur Tränke), aber keine anderen Insekten. Aber auch keine Vögel mehr höre. Früher hatten wir (ich wohne in einem Vorort von Berlin Eichwalde ca 6000 Einwohner (also nur Grundstücke und die nächsten Felder sind 3 km entfernt)) Grashüpfer hier, Spinnen, Florfliegen und was weiß ich wie sie alle heissen. Nichts mehr. Das macht mir Angst. Deshalb versuche ich, was in meiner Macht steht zu tun um die Natur so wenig wie möglich zu belasten. Ich weiß, dass wenn ich mit dem Auto fahre und andere zivilisatorische Dinge mache, ich die Umwelt auch belaste. Aber ich versuche bewusst zu leben.

Nun zu Deinen Argumenten. Styropor ist aus Erdöl, dieses belastet bei der Herstellung und Entsorgung massiv unsere Umwelt. Auch treten ständig kleinste Mengen von Weichmachern aus. Das hat das Frauenhofer Institut bewiesen.
Biozucker aus Argentinien oder Brasilien "hatte" eine bessere Ökobilanz, als der aus Deutschland. So pervers es klingen mag. Es war besser den Zucker übers Meer zu schippern, als aus ganz Deutschland zusammenzukarren und dann in einer Zuckerfabrik einen Tag im Jahr Biozucker produzieren zu lassen. Seit diesem Jahr gibt es so viele Bio-Zuckerrübenproduzenten und Biozuckerabnehmer, dass es eine bessere Ökobilanz für den aus Deutschland, als den aus Argentinien ergibt. Dieser Zucker kostet uns dann netto ca. 1,70 Euro das Kilo. Bei Hobbyimkern, die nicht so viel abnehmen, kommt dann noch ca 100 Euro Versand dazu.
Bio ist für mich immer besser als konventionell, weil nachhaltiger, Naturschonender, wie soll ich es schreiben. Achtsamer beim Umgang mit Pflanzen und Lebewesen unserer Erde? Sicher gibt es auch da schwarze Schafe, aber lange nicht so viele wie in der konventionellen Produktion. Warum denkst Du haben die Hälfte der Kinder Allergien? Vor 30 Jahren waren es gerade einmal 10 %.
In der konventionellen Farbe sind Pestiziede und Fungiziede, die das Holz vor Fressfeinden schützen.
Kernspaltung ist eine echt gefährliche Sache, siehe Tschernobyl oder jetzt Fokushima. Dort möchte ich nicht wohnen, auch nicht zu nah an der Sonne. Und so groß ist unsere Erde auch nicht. Damals nach Tschernobyl, sollten wir hier keine Pilze essen. Der Radius der Verseuchung war schon recht groß. Die Kernkraftwerke die es hier gibt sind alle schon ganz schön alt. Was denkst Du über ein 30 Jahre altes Auto?
Was denkst Du können wir für den Erhalt unserer Bienen, Wildbienen, Lebewesen auf unserer Erde tun und aber auch unsere Art erhalten? Wenn ich höre, Bio ist teuer, kann man sich nicht leisten, denke ich immer, wir leben über unsere Verhältnisse. Sind Schmarotzer an der Natur und anderen Menschen.
Die Arbeit mit den Bienen ist ein großer Beitrag zur Erhaltung unserer Lebenswelt. Aber es gibt noch mehr, das müssten gerade die Menschen sehen, denke ich, die mit Liebe, Schweiß und Geld sich mit der Herstellung von LEBENSmitteln beschäftigen.
Mein Lieblingsspruch ist: Lasst uns stolz sein!!
und verkauft Euren Honig nicht zu Schleuderpreisen!

Herzliche Grüße Karsten

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2 Jahre 10 Monate her - 2 Jahre 10 Monate her #1054 von Nikkiklaus
Hallo Karsten,

schniietz schrieb: ...Deshalb versuche ich, was in meiner Macht steht zu tun um die Natur so wenig wie möglich zu belasten. Ich weiß, dass wenn ich mit dem Auto fahre und andere zivilisatorische Dinge mache, ich die Umwelt auch belaste. Aber ich versuche bewusst zu leben....

Finde ich verständlich und löblich - hat aber globalgalaktisch keine Auswirkungen - außer dass es das Gewissen beruhigt. Und das ist tragisch, da dass zuerst das Denken und dann das Handeln außerhalb des eigenen Horizontes lähmt.

schniietz schrieb: ...Nun zu Deinen Argumenten. Styropor ist aus Erdöl, dieses belastet bei der Herstellung und Entsorgung massiv unsere Umwelt. Auch treten ständig kleinste Mengen von Weichmachern aus. Das hat das Frauenhofer Institut bewiesen.

Na und? Das es ungefährlich ist habe ich auch nicht behauptet. Und das irgendetwas aus dem Material austritt nachzuweisen lässt auch keine weiter Aussage zu. Man muss das schon quantifizieren und in Relation setzen. Völker mit einer dicken, gut isolierenden Kopfdämmung (unabhängig vom Material, ich nutze aber eben Kunststoff) sind sichtlich gesünder und kommen besser über den Winter. Das kann ich sehen. Ideologische Hätte/Könnte/Sollte-Diskussionen im Spurenbereich führen da ganz praktisch nicht weiter.

schniietz schrieb: ...Biozucker aus Argentinien oder Brasilien "hatte" eine bessere Ökobilanz, als der aus Deutschland. So pervers es klingen mag. Es war besser den Zucker übers Meer zu schippern, als aus ganz Deutschland zusammenzukarren und dann in einer Zuckerfabrik einen Tag im Jahr Biozucker produzieren zu lassen...

das ist spannend und kann ich mir so gerade nicht vorstellen. Du scheinst da prima informiert zu sein - hast du da mal eine Quelle für mich?

schniietz schrieb: ...Bio ist für mich immer besser als konventionell, weil nachhaltiger, Naturschonender, wie soll ich es schreiben. Achtsamer beim Umgang mit Pflanzen und Lebewesen unserer Erde? !

FInde ich auch löblich. Kann dich da auch gut verstehen. Aber nachhaltig ist die Natur selbst nicht - schau' nur mal auf die Bienen!

schniietz schrieb: ...
Kernspaltung ist eine echt gefährliche Sache, siehe Tschernobyl oder jetzt Fokushima. Dort möchte ich nicht wohnen, auch nicht zu nah an der Sonne. Und so groß ist unsere Erde auch nicht. Damals nach Tschernobyl, sollten wir hier keine Pilze essen. Der Radius der Verseuchung war schon recht groß. Die Kernkraftwerke die es hier gibt sind alle schon ganz schön alt. !

Hier vermischt du (bewusst oder unbewusst) verschiedene Sachen. Um die Sinnhaftigkeit der Kernkraft ging es mir nicht - da sind wir hier auch in einem falschen Forum. Mir ging es darum aufzuzeigen, dass "bio" keine geschützter Begriff ist, hinter dem sich ein konkreter Sachverhalt verbirgt. Dem ist nicht so! Daher gehen das private/gefühlte "bio" und das offizielle/wirtschaftliche/rechtliche "bio" mitunter diametral auseinander. Zum Teil wird hier wohl auch bewusst mit dieser Ungenauigkeit gearbeitet, um den Verbraucher im Endeffekt hinter das Licht zu führen? Das mag ich mir aber nicht anmaßen zu behaupten.

schniietz schrieb: ...Was denkst Du über ein 30 Jahre altes Auto?

Finde ich super - 30 Jahre alte Motorräder finde ich aber noch besser ;-)

schniietz schrieb: ...Was denkst Du können wir für den Erhalt unserer Bienen, Wildbienen, Lebewesen auf unserer Erde tun und aber auch unsere Art erhalten? ....

Unser Planet ist in ständigem Wandel, ein offenes System, dass sich beständig anpasst, verändert, ausgleicht. Die Lebensumstände ändern sich permanent. Den perfekten Naturzustand kann es da nicht geben, man kann ihn nie erreichen, bzw. auch nicht konservieren, denn dass wäre Stillstand, Tod. Der Einzelne kann da in seiner kurzen Zeit auf diesen Planeten nur begrenzt bis garnichts tun. Jede Generation kann aber eigene Schwerpunkte setzen, aber immer kollektiv, kaum individuell. Angebot und Nachfrage regeln den Rest... Kann man doch gerade wieder in der Weltpolitik beobachten, dass sich überhitzet und einseitige Systeme über kurz oder lang selbst regulieren. Etwas Vertrauen in den Wandel und die eigene Wandlungsfähigkeit gehören aber schon dazu. Und eigene Leidensfähigkeit und Verzicht - aber das ergibt sich, das zu erzwingen oder vorwegzunehmen halte ich für kontraproduktiv.

schniietz schrieb: ...Die Arbeit mit den Bienen ist ein großer Beitrag zur Erhaltung unserer Lebenswelt.

Wird meines Erachtens überbewertet, ist aber ein tolle Hobby bzw. ein schöner Beruf.

schniietz schrieb: ...Aber es gibt noch mehr, das müssten gerade die Menschen sehen, denke ich, die mit Liebe, Schweiß und Geld sich mit der Herstellung von LEBENSmitteln beschäftigen.

Ich finde auch andere Dinge schön, die mit Schweiß und Lieben (nicht zwangslälufig auch mit Geld) hergestellt wurden, verstehe aber was du sagen willst. Verdienst du dein Brot mit der Herstellung von Lebensmitteln? Ich bin Umwelttechniker (Trink- und Abwasser).

schniietz schrieb: ...und verkauft Euren Honig nicht zu Schleuderpreisen!

Auch hier regeln Angebot und der freie Markt den möglichen Preis. In der Stadt kann ich meinen Honig einer gewissen Klientel einfach deutlich teuerer verkaufen als auf dem Land. Ich mache das über die "regional"-Schiene, andere machen das über "bio", über "DIB" oder, oder, oder.


LG

Arne


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