Bioimkerei. Ein politisches Statement für eine Ökologisierung der Landwirtschaft

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3 Jahre 4 Wochen her #870 von waldimker
Dazu ist ein Forum unter anderem da. Gott sei Dank lesen das auch andere Leute, die dann - anders als wir - davon profitieren können.

Den Bienen zulieb - sind wir lieb - miteinand.

Gruß,
der waldimker
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3 Jahre 4 Wochen her #871 von Toroid13
Standards sind sehr wichtig, ich muss ja nicht jeden davon mögen.
Der Mehraufwand den ein Bioimker hat, darf und soll er sich entlohnen lassen. Nur als Bsp. muss er mit Biozucker füttern.

Aber seien wir mal ehrlich, viele Kunden sind komplett uninformiert.
Als Bsp. kauften einige Personen lieber den Honig in 400g Neutralgläsern, weil der 50cent (pro Glas) günstiger ist als das 500g DIB Glas. Der Imker meinte, dass er es vorher auch nicht geglaubt hätte. Schöne Etiketten scheinen zu wirken. Achja die Neutralgläser hat er nur, weil eine Charge den Qualitätsanforderungen nicht entsprach.

Eine Ökologische Landwirtschaft ist sehr wichtig, alleine weil sie nachhaltig ist. Wir Menschen bekämpfen die Natur, ohne daran zu denken, dass wir ein Teil von ihr sind.

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3 Jahre 4 Wochen her #874 von Muehlendrohn
Da bin ich voll bei dir toroid!

Ich denk, wenn ich bio höre, an einen befreundeten Imker .
Er meint:
-du musst bio machen
-am besten dann kleine Gläser/500g ist viel zu viel !
-mindestens 7€ pro Glas

Nee das ist nicht mein Ding!
Ich denke da auch an die Oma, die von ihrer kleinen Rente, guten Honig essen möchte.

Ich tausche sogar Honig gegen Eier zb.

Dieser ganze Kommerz ist nicht meins und ich nehm mir da auch kein Beispiel an anderen Ländern.
Es ist gut das es in Deutschland viele kleine Imker gibt und es da nicht auch schon zu Monopolkapitalismus gekommen ist!

Wer bio möchte soll es kaufen(am besten aus Mexiko ) und wer regional möchte bei seinem Imker vor Ort.
Wenn der dann nach Biorichtlinien arbeitet ist es um so besser.
Nur wenn der Kunde meint das er ein besseres Produkt bekommt oder etwas für die Umwelt tut liegt er falsch.

Beste Grüße Stephan!

Irgendwas ist immer!
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3 Jahre 4 Wochen her #877 von waldimker
nun, ich kann dir da nicht in allem zustimmen.

Was tust Du denn, um Deinen Lebensunterhalt zu verdienen? Kein "Kommerz"? Etwas, was "nur gut" ist?
Wenn Du völlig autarker Selbstversorger wärst ohne die geringste Notwendigkeit, Geld in die Hand zu nehmen für irgendwas, verdientest Du meinen vollsten Respekt. Alldieweil: Das erste Kind - und plötzlich brauchst Du GEld. Für das Geschenk für die Kindergartentante, den Ausflug, die Kleidung usf....
Kein Kommerz? Ich bitte Dich. Das ist zu kurzsichtig. JEDER muss irgendwie an Geld kommen. Ich persönlich halte Bio-Imkerei für einen ganz guten, ganz sinnvollen und gewissenmäßig vertretbaren Weg. Viel vertretbarer z.B. als Lehrer oder um neue Triebwerke für irgendwelche Satelliten zu entwerfen oder Pferde auszumisten, die dann in der Reithalle in Angst geprügelt werden für die Fehler ihrer Reiter (das sind ein Teil meiner früheren, "kommerziellen" Tätigkeiten).

Dass auch arme Omas und insbesondere vielkindrige Familien den "guten" Honig auch kaufen können müssen, sehe ich genauso. Wir überlegen da noch. Z.B. 2,5 kg-Eimer zum Sonderpreis.
250g-Gläser gibts bei uns (widerstrebend!) das erste Mal. 500 g sehe ich eigentlich als das Mindeste. Aber der Kunde ist König, insbesondere im Bio-Laden. 1kg-Gläser gingen gar nicht.
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3 Jahre 4 Wochen her #878 von Toroid13
Hallo Stephan,

wir Hobbyimker sind da fein raus. Tauschgeschäffte gehen auch nur im kleinen Maßstab. Wenn man aber davon Leben muss sieht die Kalkulation nicht so schön aus.
Die Bienen müssen dann schon gut und fleißig sein, um einen Gewinn abwerfen zu können.
Addiere mal alle Kosten für die Beuten und alle Gerätschaften auf und teile dies durch die Völkerzahl und 10 Jahre für die Abschreibung. Dann setze den Honigertrag pro Volk und Jahr dagegen, du wirst staunen was Honig Kosten muss. Berufsimker brauchen dann auch noch Fahrzeuge usw.. Benzin, Strom, Zucker, Gehalt, Miete und sonstige jährliche Ausgaben kommen dann in einer zweiten Rechnung. Dies habe ich jetzt nur aus dem Gedächtnis wiedergegeben, ist also unvollständig bzw. inkorrekt. Jürgen Binder hat dies ausführlich im Seminar mit uns Teilnehmern durchgerechnet.
Es gibt natürlich Möglichkeiten mit der Berufsimkerei Geld zu verdienen, jedoch gehören kleinere Verpackungseinheiten auch dazu. Weil der Kunde häufig nur auf den Preis pro Glas schaut und nicht wieviel drin ist.
Und ein Saisonstart wie dieses Jahr ist übel, für Berufsimker. Ein befreundeter Bauer pflügt jetzt seinen Raps um, weil dieser abgefroren ist und innen faul.

Grüße Andreas

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3 Jahre 4 Wochen her #879 von waldimker
man könnte noch einwenden, es bräuchte keine Berufsimker in Deutschland. Wenn man aber bedenkt, dass nur 20% des deutschen Honig-Bedarfes durch deutschen Honig gedeckt werden können, weiß man: da ist noch ne Menge Menge Bedarf da. Und Bio-Honig: Ich hab noch nie von Absatzproblemen gehört.

Ich hab überhaupt kein Dingens mit Hobby-Imkern (war die längste Zeit selber einer und VERSUCHE nur Geld zu verdienen mit Bienen, das Frühjahr ist nach dem letztjährigen mal wieder der Brüller!). Aber ich mag doch nicht, dass da niedere Absichten unterstellt werden wo keine sind. Sie sind nämlich nicht niedriger als bei jedem Handwerker, Arbeiter oder Angestellten.

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