Varroa und kein Ende

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3 Jahre 8 Monate her #140 von RostH
RostH antwortete auf Varroa und kein Ende
"Die Grundlage der Resistenz liegt ja in der Genetik der Biene verborgen. Daher braucht es eine breite genetische Basis..."

Da liegt wohl eine Lösung verborgen. Und genetische bzw. epi-genetische Veränderungen benötigen

- den Druck der Umwelt (hier die Varroamilbe selbst)
- die Dauerhaftigkeit, sprich Zeit.

Wenn wir ständig entlasten, besteht kein Anpassungsdruck. Den nimmt der Imker aus verständlichen Gründen. Mir stellt sich die Frage, ob man mit den angebotenen AGT-Königinnen o.ä. eine Chance bekommt, sozusagen eine andere Richtung einzuschlagen. Die im Genom dieser Königinnen "konzentrierte" Fähigkeit - so sie denn existiert - mit der Varroa zurecht zu kommen, wäre doch schon mal ein Anfang. Braucht es dazu überhaupt eine Separierung; denn alle Völker sind letztlich zum Sommer hin Varroalieferanten; eines mehr als das andere.

Zur Aussage "Varroaschleudern" - es muss ja nicht der knallharte Weg sein. Am Ende behandelt man das betroffene Volk wie die anderen auch. Es stellt sich halt die Frage, wo ist die Schwelle ? Einige haben diesen Weg beschritten und kommen ganz gut damit zurecht; zumindest laut eigenen Aussagen.

Gibt es hier Erfahrungen dazu ?

Danke für eine Antwort

Rainer

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3 Jahre 8 Monate her #143 von waldimker
Nun, ich hatte an einem Standort letzten Herbst massive Varroaschleudern in der Nachbarschaft. Wir hamm das noch abgebügelt gekriegt. Aber ich hab weniger einwintert als aufgefüttert waren. Ich weiß natürlich nicht, obs da einer nur nicht checkt (mittlerweile wissen wir wer) oder ob der solche Experimente macht.

Desderwegen bin ich da ein bisserl empfindlich....

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3 Jahre 8 Monate her #145 von Nikkiklaus
Hallo Rainer,

Zitat: "- die Dauerhaftigkeit, sprich Zeit."

die Praktiker verneinen das, und der Ralph Büchler spricht auch nur einer Hand voll Bienen-Generationen (5 (???) ich erinnere mich nicht mehr genau). Prof. Seeley sprach davon, dass die Bienenpopulation einige Jahre rel. klein war, aber nie aufgehört hat zu existieren. Ein paar Jahre nach Aufkommen der Varroa wurden es schlicht wieder mehr Völker im Arnot Forrest.

Interessant fand ich die Aussage Josef Kollers, dass seinem Gefühl nach die Varroatoleranz auch eine "Lernkomponente" beinhaltet, die über die Bienengenerationen erhalten bleibt und von Biene zu Biene weitergegeben wird (werden könnte). Genetik scheint nicht alles zu sein?

Zitat: "Mir stellt sich die Frage, ob man mit den angebotenen AGT-Königinnen o.ä. eine Chance bekommt, sozusagen eine andere Richtung einzuschlagen. Die im Genom dieser Königinnen "konzentrierte" Fähigkeit - so sie denn existiert - mit der Varroa zurecht zu kommen, wäre doch schon mal ein Anfang."

Schön wäre es, allein mir fehlt der Glaube. AGT ist Carnica - da muckelt die Imkerschaft schon seit über 80 Jahren dran rum, immer darauf achtend, dass der Cubitalindex und die Filzbindenfarbe stimmt ;-). Ob da noch genug genetische Varianz vorhanden ist?
Was ich an AGT-Königinnen bisher gesehen habe war durchwachsen - und hing im Wesentlichen vom Geschick und Einfühlungsvermögen des Züchters ab - wie immer. Honig haben alle Kö's gebracht, mal mehr mal weniger. Waren unter imkerlichen Gesichtspunkten auch wirklich tolle Tiere dabei, haben richtig Spaß gemacht. Nur sind alle bereits im August in die Knie gegangen, wenn man wirklich konsequent den Drohnenrahmen nicht geschnitten hat. Und das ist eigentlich Grundlage der AGT-Zucht bei der Selektion der Zuchttiere. Einzige positive Ausnahme waren die Kö's aus Bantin, von der Landbelegstelle Jasnitz. Die schienen zumindest weniger Probleme zu haben. Aber da gibt es seit letztem Jahr glaube ich einen neuen Belegstellenleiter - da könnte sich also was geändert haben. Außerdem haben die nicht nur von einer Kö Drohnenvölker aufstellt, sonder von mehreren. Im Sinne der genetischen Vielfalt ist das sicher der richtige Schritt, nur gibt es dann halt weniger Zuchtpunkte, da die Drohnenseite pauschal mit 100% in die Wertung geht.

Zitat: "Zur Aussage "Varroaschleudern" - es muss ja nicht der knallharte Weg sein. Am Ende behandelt man das betroffene Volk wie die anderen auch."

Genau!
Und dann gibt es auch gleich eine neue Kö, mit der Genetik eines Volkes, das sich besser geschlagen hat! ;-)


Zitat: "Es stellt sich halt die Frage, wo ist die Schwelle ?"
Die ganz normalen Varroafallzahlen sind da schon zielführend denke ich. Und die Beobachtung des nat. Varroatotenfalls über das Jahr, um ein Gefühl für das Erreichen der Behandlungsschwellen zu haben. Ferner gilt es das Volk/ die Bienen als solche zu beobachten. Zitternede Bienen vor dem Juli bzw. sonstige Anzeichen von übermäßig Bienenviren sind schonmal ein Ausschlusskriterium. Und Ansätze zum "der-Varroa-davonbrüten", dem Nicht-einhalten der Winterruhe, stark erhöhter Wintertotenfall, etc. dito.

Was meinst'?

LG

Arne


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3 Jahre 8 Monate her #146 von Nikkiklaus
Hallo Waldimker,

das es Reinvasion gibt ist unzweifelhaft.
Aber ob es immer der Nachbar war, wenn die eigenen Völker schwächeln? Ich hab' da meine Zweifel.

Auch kommt es regelmäßig bei erfahrenen und gewissenhaft behandelnden Imker zu schweren Völkerverlusten. Dieses Jahr ist z.B. wieder so eines, wenn man den Rundbriefen der BI so glauben schenken darf.

Martin Dettli berichtet ferner, dass es bei den von Ihm untersuchten Völkern (seit 10 Jahren unbehandelt) das ganze Jahr zu massiven Milbenverlusten kam. Er erklärte sich dass mit Bienen, die zum Sterben ausfliegen, wenn sie von Milben "angezapft" werden. Und da die Völker der Umgebung im Milbenmonitoring seines Versuch integriert waren, hätten diese Bienen die Milbenlast der andere Völker bei Reinvasion erhöhen müssen - was nicht der Fall war.

LG

Arne


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3 Jahre 8 Monate her #147 von waldimker
Nun, ich muss immer wieder darauf hinweisen, dass das ein LOKAL sehr begrenztes Problem war. Am andern, größern Stand, wo es so gut wie keine imkerlichen Nachbarn gibt, war und ist alles wunderbar.

Wie erklärst du dir die Völkerverluste bei erfahrenen Imkern?Ich mein, so würds die erklären!

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3 Jahre 8 Monate her #149 von Rudolf Gerber
Hallo Arne/Nikkiklaus

1. In der Vorstellungsrunde kann ich dich leider nicht finden. Was mache ich falsch? In welcher Stelle kann ich was über dich erfahren ?
2. In den Regeln steht: ... es sollen sich Netzwerke bilden und deshalb möchten wir mit Vor- und Zunahme auftreten... finde ich gut

LG Rudolf
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