Dosierung Oxalsäure

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2 Jahre 10 Monate her #1068 von Jürgen Binder
Oxalsäurepräparate wirken zwar als Kontaktgift, sind aber mehrere Tage im Volk wirksam. Besprüht oder beträufelt man nun die Bienen mit Oxalsäure im Juli und in der ersten August hälfte, dann kommen nur Sommerbienen in Kontakt mit dem Mittel. Es hat also keine Auswirkung auf die Überlebensrate der Winterbienen. Im Prinzip ist es relativ gleichgültig, wie viel man genau sprüht oder träufelt. Bei einer großen Bienenmasse muß man natürlich etwas mehr nehmen, bei einer kleinen Bienenmasse weniger. Das Dilemma in der "offiziellen" öffentlichen Diskussion ist, daß den Imkern nur empfohlen werden darf, was zugelassen ist. Aber Mitte April ist Schluss mit Oyalsäure. Dann nur noch zwei Mal: Oktober und im brutfreien Zustand im November/Dezember.

Man muß seinen Verstand einschalten bei dieser Sache. Besprüht man mit 5,7% Oxalsäure, dann sollte man maximal 2 mal sprühen, würde ich heute sagen. Folglich sollte man dies machen, wenn möglichst keine Brut im Volk ist. Beträufeln (3,5%) kann man auch 6 Mal hintereinander im Abstand von 3 Tagen. Da erwischt man dan auch die Milben, die erst noch in der Brut waren.

Die beste Wirksamkeit hat Verdampfen (was man am besten auch ohne verdeckelte Brut macht). Da bei uns nicht zugelassen wird überall rumgedruckst und nicht sauber offen darüber diskutiert.

In Italien wird derzeit 10% Oxalsäure verwendet. Es kommt also auf die richtige Einschätzung der Lage an.

L'apicoltura è una professione nobile
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2 Jahre 10 Monate her #1083 von Bislipur
Hallo zusammen
Um das Verdampfen noch genauer anzusprechen, ist ja in Österreich und in der Schweiz erlaubt;

Ist die Vorgehensweise nach Heuvel, ich zitiere aus einem anderen Forum (ich hoffe das ist erlaubt...) :

"Beim Verdampfen gibt es - den richtigen Verdampfer vorausgesetzt! (Varrox oder Oxamat) - keinerlei Bienenschäden. Das kann ich nach ein paar tausend Bedampfungen schon behaupten. Die Völker wintern mit der Bedampfungsmethode wesentlich(!) stärker aus, als mit allen anderen Varroabehandlungsmethoden.

Blockbehandlung alle drei Tage, sieben Mal hintereinander. Im Juli/August. September nochmal nachbedampfen. Restentmilbung zwei Mal dampfen bei Brutfreiheit im November/Dezember. An sonnigen Flugtagen. Viel Arbeit, die sich aber lohnt."

also korrekt und weiterzuempfehlen?

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2 Jahre 10 Monate her - 2 Jahre 10 Monate her #1084 von Muehlendrohn
Ich würde........ nach der letzten Honigernte die geölten Windeln einschieben und einmal bedampfen.
Dann könnte ich am nächsten Tag sehen welche Völker belastet sind.
Erfahrungsgemäß sind bei mir im Juli noch keine bis wenig Milben in den Völkern.
Die Milben kommen erst ab Ende August.
Belastete Völker könnte ich dann mit einer Blockbehandlung von den Milben befreien.
5 mal alle 4 Tage sollte genügen.......bzw würde ich dampfen bis keine Milben mehr fallen.

Im Frühjahr könnte ich mich dann über starke Völker und wenig Totenfall freuen.
Da Dampfen nicht zugelassen ist bleib ich beim Sprühen von MS.

Nachtrag : nach Oktober wäre dann keine Behandlung mehr nötig. Also Bedampfen im Winter könnte ich mir sparen.

Beste Grüße Stephan!

Irgendwas ist immer!
Letzte Änderung: 2 Jahre 10 Monate her von Muehlendrohn.
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