Dosierung Oxalsäure

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2 Jahre 10 Monate her #1049 von geli
Dosierung Oxalsäure wurde erstellt von geli
Hallo Zusammen,

im Kurs bei Jürgen Binder habe ich mir aufgeschrieben, dass ab 15. Juli eine Sommerbehandlung mit je 50ml Oxalsäure (mit Glycerin) insgesamt 3 mal im Abstand von 4 Tagen stattfinden soll um die Milben zu reduzieren.

Ist das nicht ein bisschen viel? Welche Mengen und in welchem Abstand nehmt ihr? Ich bin mir nicht sicher, ob ich die richtigen Werte aufgeschrieben hatte...
(Empfehlungen ohne TBE bitte, lassen die Brut drin)

Beste Grüße,

Angelika

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2 Jahre 10 Monate her #1050 von Nikkiklaus
Hallo Angelika,

das passt schon mit den 50 ml. Im Winter braucht es ja 50 ml für das große (6-7 Waben Dadant) Wintervolk - allerdings als Zuckerlösung. Jetzt behandelst du ein Sommervolk, das obendrein nicht in einer engen Wintertraube sitzt. Da braucht es schon etwas mehr Wirksubstanz. Und Jürgen verspricht sich ja eine geringere Schädigung des Biens, bzw. eine bessere (da verteilte) Wirkung gegen die Milbe durch die verteilte Applikation.

LG

Arne

P.S. Bitte vergiss' nicht die "korrekte" Eintragung deiner Behandlungen mit der "richtigen" Substanz und Applikationsform (unter Nennung der Chargennummer des Medikaments) in deinem Behandlungsbuch!!!


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2 Jahre 10 Monate her #1051 von waldimker
Hab ich das richtig verstanden: 3 x 50 ml im Abstand von 4 Tagen bei einem Volk MIT Brut? Träufeln?

Wie nach Jürgen Binder wird ein Volk ohne Brut beträufelt?

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2 Jahre 10 Monate her #1065 von geli
geli antwortete auf Dosierung Oxalsäure

Nikkiklaus schrieb: Hallo Angelika,

das passt schon mit den 50 ml. Im Winter braucht es ja 50 ml für das große (6-7 Waben Dadant) Wintervolk - allerdings als Zuckerlösung. Jetzt behandelst du ein Sommervolk, das obendrein nicht in einer engen Wintertraube sitzt. Da braucht es schon etwas mehr Wirksubstanz. Und Jürgen verspricht sich ja eine geringere Schädigung des Biens, bzw. eine bessere (da verteilte) Wirkung gegen die Milbe durch die verteilte Applikation.

LG

Arne

P.S. Bitte vergiss' nicht die "korrekte" Eintragung deiner Behandlungen mit der "richtigen" Substanz und Applikationsform (unter Nennung der Chargennummer des Medikaments) in deinem Behandlungsbuch!!!


Hallo Arne,
vielen Dank für deine Antwort. Das Produkt aus Österreich sieht 8-10ml pro Volk für eine Sommerbehandlung vor, daher irritieren mich die 50ml sehr. Wenn man mit hier erlaubtem Rezept eine Oxalsäurelösung anmischt, dann ist doch die Menge an Oxalsäure die Gleiche?

Eingetragen werden die Behandlungen natürlich vorschriftsmäßig ;) Wer schreibt, der bleibt 8-)


@ Waldimker:
So hab ich das mitgeschrieben für ein Volk mit Brut.
Stand nicht in der Juli-Monatsbetrachtung bei einem Volk ohne Brut 1-2x beträufeln?

LG,

Geli

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2 Jahre 10 Monate her - 2 Jahre 10 Monate her #1066 von Nikkiklaus
Hallo Angelika,

gehe ich recht in der Annahme, dass du von Dany's Bienenwohl sprichst? Da soll die Wirkung ja im Wesentlichen durch die ätherischen Öle erreicht werden, weniger durch die Wirkung (bzw. Menge) der Oxalsäure - so zumindest meine Lesart des Beipackzettels. Und da braucht es (ebenfalls lt. Beipackzettel) 6 Anwendungen. Glycerin ist im Bienenwohl auch nicht drin....
Was hast du vor? Bienenwohl "nachmischen"?
Gefühlt vermischt du da gerade Wirkstoffe/Applikationen und Behandlungsstrategien. Und es ist ja nicht gerade so, dass es nicht genügend zugelassene und erprobte Behandlungsmittel und -formen in D gibt!

Meines Erachtens hast du folgende Möglichkeiten, der Varroamilbe Herr zu werden:

1) Du stellst einen Zustand der Brutfreiheit her (mittels Brutentnahme, Bannwabe, Um-/Entweiselung) und behandelst kurz und schmelzlos alle Bienen samt aufreitenden Milben mit einer Kurzzeitbehandlung (z.B. mit 1-2x OX-Träufelbehandlung, 1x OX-Sprühbehandlung, 2x MS-Sprühbehandlung oder (nicht/nicht richtig in D zugelassen) 1-2x OX-Verdampfung, 1x AS-Schwammtuch, ...)

2) du behandelst deine Völker mit Brut in Form einer Langzeitbehandlung, um die schlüpfenden Varroen niederzustrecken bzw. keine/kaum neuen Varroen in die Brut abtauchen zu lassen (z.B. mit >3x OX-Träufelbehandlung, >3x OX-Sprühbehandlung, 7-8x MS-Sprühbehandlung, AS-Langzeitbehandlung mit Nassenheider oder (nicht/nicht richtig in D zugelassen) 7-8x OX-Verdampfung, 4-5x AS-Schwammtuch, 6x Bienenwohl...). Mehrfachbehandlung heißt dabei alle 3-4 Tage mit Einzeldosen oder eben konstant mindestens über die Verdeckelungszeit eines Brutsatzes hinweg (12 Tage Verdeckelungszeit der Arbeiterin + 2 Tag Karenz für das frühere Abtauchen der Milbe in den Futtersaft). Jedes 'mehr' strapaziert den Bien, jedes 'weniger' gibt der Milbe die Chance auf Vermehrung.

Mein Fazit: Die Vermischung bewährter/zugelassener Rezepte wird nicht viel bringen!

LG

Arne

P.S.: Ox-Sprühen (die "neue" 5,7%ige; mit Wasser, nicht mit Zucker zu verdünnen) braucht lt. Zulassung (siehe Homepage Biovet) 25 ml pro kg Bienen - die 50 ml sind da schon ok bei einen Volk. Und beim Träufeln (1x) im brutfreien Zustand nach TBE empfiehlt das BI Celle sogar 100 ml (OX-Zuckerlösung).

P.P.S.: Ich glaube Jürgen (bitte korrigieren falls nicht korrekt) findet den Zucker in der OX-Lösung suboptimal - daher der Ersatz mit Glycerin. Die Saskia Schneider hatte da mal sowas rumgeforscht... Außerdem verspricht er sich eine bessere Bienenverträglichkeit, indem er die "Standard"-Dosis auf mehrer kleinere Dosen reduziert. Begründung ist der rel. lang anhaltende Varroatotenfall bei Oxalsäure, woraus er auf eine lang/länger anhaltende Wirkung schließt.

P.P.P.S: Thymolprodukte etc. habe ich oben nicht aufgeführt, da ich damit keine Erfahrung habe - dass soll nicht abwertend gemeint sein. Mir ist ferner bewusst, dass der Arbeitsaufwand hinter den div. Verfahren, genau wie die Bienenverträglichkeit und die Wirksamkeit z.T. sehr unterschiedlich sind - persönliche Präferenzen bzw. Animositäten bzgl. einiger Mittel kommen noch hinzu....


Letzte Änderung: 2 Jahre 10 Monate her von Nikkiklaus.
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2 Jahre 10 Monate her #1067 von waldimker
Danys Bienenwohl besteht meines Wissens grundlegend aus ca. 3,5%iger Oxalsäurelösung. Mit Geschmack.

5,7%ige Oxalsäurelösung sollte man NICHT sprühen. Das Mittel heißt zwar so, wird aber runterverdünnt auf ca. 3,0% zur Sprühanwendung. NICHT 5,7%ige anmischen. Es könnte sein, die Bienen sind danach weniger.

In der ADIZ war neulich ein Bericht drin, wo tatsächlich von mehrfacher Sprühwendung von OX bei normalen Völkern die Rede war. Ich hoffe, man erfährt dazu noch mehr. Auch als Winterbehandlung wurde dort über eine zweimalige Sprühanwendung berichtet.
Mit Danys Bienenwohl hab ich mal ein Volk gekillt... ganz zu Anfang meiner Imkerlaufbahn.

Das mehrfache Sprühen von MS wendet der große Imker Günter Friedmann bei Mini-Plus-Völkchen mit Erfolg an. "so alle 6 Wochen" währnend der Saison meinte er in persönlicher Mitteilung. AS verwendet er bei den kleinen Kästchen gar nicht.

Ich hab diesjahr die Ableger (und MiniPlusse) ein zweites und zum Teil schon ein drittes Mal mit MS besprüht (ganz normal brütend). Die Einheiten wirken vital, ja sehr vital, und ich finde keine Milben auf den Windeln.

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